Das Kunststoff-Zentrum SKZ ist bereits seit über 50 Jahren Partner der Kunststoff-Industrie. Als größtes Kunststoff-Institut Deutschlands werden dort praxisgerechte Lösungen geboten, die zielgerichtet auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind.

Vom 13. – 14. April veranstaltet das SKZ ein Forum zum Thema „Additive Serienfertigung – Der 3D-Druck wird erwachsen“ im Tagungszentrum der Festung Marienberg in Würzburg.
Bei dieser Fachtagung bieten Experten aus Industrie und Forschung einen aktuellen Überblick für Entscheider, Führungs- und Fachkräfte bezüglich des Standes der Technik, aktuellen Technologie- und Materialentwicklungen sowie derzeitigen und zukünftigen Einsatzgebieten additiv gefertigter Kunststoffartikel.

3D-Drucken: Alter Hut oder disruptive Technologie? Hype oder innovativer Trend?
Additive Fertigungstechnologien für Kunststoffartikel sind seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Einsatz, um kurzfristig präzise Muster und Modelle komplexer Formteile herzustellen. Zunehmend finden heute additiv gefertigte Bauteile auch Verwendung, um Kleinserien schnell und ohne Werkzeugaufwand auf den Markt zu bringen. Die enorme Verkürzung von Entwicklungszeiten bei gleichzeitig reduziertem Investitionsaufwand erhöht die Attraktivität dieser ständig verbesserten und erweiterten Fertigungsprozesse.
Alleine die additive Fertigung von kunststoffgerecht konstruierten Bauteilen ist mittelfristig allerdings nicht zielführend. Vielmehr müssen für den jeweiligen Druckprozess fertigungsgerechte Konstruktionen gefunden und umgesetzt werden, um die innovativen und wirtschaftlichen Potentiale derartiger Technologien voll zu nutzen. Dazu müssen Designer, Entwickler, Konstrukteure und Produktionsverantwortliche neu lernen und sowohl die Einschränkungen und Risiken als auch die Möglichkeiten und Chancen erfahren. Additive Fertigungstechnologien eröffnen dann auch völlig neue Perspektiven: zum Beispiel bei der Herstellung medizinischer Produkte, bei der Anfertigung von Orthesen, für Sportartikel und Fahrradzubehör oder bei dem Aufbau innovativer Greifersysteme für Entnahmehandlings können einfach und schnell neuartige Lösungen kostengünstig realisiert werden. Auch Modedesigner, Architekten und Künstler nutzen zunehmend die enormen konstruktiven Freiheitsgrade derartiger Technologien, um ästhetische und funktionale Innovationen zu schaffen.

Neben namhaften Firmen der Branche wie beispielsweise Stratasys, Materialise oder Procter & Gamble wird unter anderem auch Prof. Dr. Frédéric Thiesse vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vor Ort sein und zum Thema „Ist 3D-Druck disruptiv?“ referieren.

Weitere Informationen sowie das Programm zur Tagung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.